Aktuelles Veranstaltungsprogramm

22. Internationales Literaturforum 2020

Vorläufiges Programm
des Literarischen Museums Badenweiler „Tschechow-Salon“
in Kooperation mit der Deutschen Tschechow-Gesellschaft

Motto:  „Der Westen und Russland heute“



Die Internationale Tschechow-Woche Badenweiler

geplant vom 15.-19. Juli 2020
musste wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen.

Folgende Veranstaltungen werden voraussichtlich nachgeholt:

  • Hauptversammlung der DTG
  • „Paare zwischen Himmel und Hölle. Spielarten des Grotesk-Komischen im Theater von Tschechow,
    Beckett und Ionesco“
    , (Prof. Dr. Dorothea Scholl)
  • „Perspektiven Europas: Russlands Gegenwart und Zukunft“.
    (Dr. h.c. Gernot Erler, Russlandbeauftragter der Bundesregierung a.D.)
  • "Mein Lieber, mein Ferner. Die Liebesbriefe von Olga Knipper und Anton Tschechow".
    Musikalische dramatisierte Lesung
  • „Anton Tschechow in meinem Leben“. Dokumentarfilm von Vadim Glowna mit Vera Tschechowa, 1984

Vorschau auf das Herbstprogramm:

Das Corona-Virus bedroht seit Monaten global menschliches Leben und Arbeitsbedingungen – insofern ist es eine höchst glückliche Konstellation, dass das Internationale Literaturforum Badenweiler nun gleich zwei - fast polare - Vorträge zu diesem globalen Thema von Verständnis und der Bedeutung der Arbeit – aber auch zur Befreiung von ihr anbieten kann:

Der erste Vortrag unter dem Titel: „Zur Philosophie der Arbeit: Hegel und Marx. Anlässlich des 250. Geburtstags des Philosophen Georg Friedrich Wilhelm Hegel“ findet am Dienstag, dem 13. Oktober, 20.15 Uhr, im René Schickele-Saal des Kurhauses statt. Er wird bestritten von Prof. Dr. Rolf-Dieter Kluge, gemeinsam mit Prof. Dr. Dorothea Scholl.

Den zweiten, zum ersten Thema fast polaren Vortrag bestreitet am Freitag, den 16.10., um 20.15 Uhr im Kurhaus Dr. Regine Nohejl vom Slavischen Seminar der Uni Freiburg zum Thema: „Arbeit, Freizeit und Muße?“ des mehrjährigen renommierten Sonderforschungsbereichs „Muße“ der Uni Freiburg.


Dienstag, 13. Oktober 2020, 20.15 h

„Zur Philosophie der Arbeit. Von Hegel bis Marx“

Kurhaus Badenweiler, René Schickele-Saal
 
Vortrag anlässlich des 250. Geburtstags des schwäbischen Philosophen Georg Friedrich Wilhelm Hegel.
Mit Prof. Dr. Rolf-Dieter Kluge (Univ. Tübingen / Warschau), Ehrengast Badenweilers und Prof. Dr. Dorothea Scholl.
 
R.-D. Kluge, Ordinarius em. des Slavischen Seminars der Universität Tübingen, hat seit Ende der 1970er Jahre die literaturwissenschaftliche Rezeption Anton Tschechows und der deutsch-russischen Kultur an vorderster Stelle mitbestimmt. Auf ihn gehen auch die drei internationalen Tschechow-Symposien zurück, die Badenweiler auf der ganzen Welt als ein Zentrum der Tschechow-Rezeption bekannt gemacht haben.
 
Die Romanistin und Vergleichende Literaturwissenschaftlerin D. Scholl von den Universitäten Kiel und Tübingen ist seit 2020 die Nachfolgerin Prof. Kluges als DTG-Vorsitzender.

Beide Literaturwissenschaftler entfalten in ihrem Vortrag gemeinsam eine spannende Problemlage: Lange Zeit hatte „die Arbeit“ in der Philosophie der Antike und des (aufgeklärten) Europa so gut wie keine Beachtung gefunden. Erst Hegel hat ihr eine tiefgehende und folgenreiche Untersuchung gewidmet, wonach Arbeit die Selbsterzeugung des schöpferischen freien Menschen und zugleich eine gemeinschaftsbildende Kraft sei. Karl Marx hat diesen Gedanken aufgegriffen und den Fokus auf die Frage verschoben, wem das Produkt der Arbeit rechtmäßig gehören solle. In der modernen arbeitsteiligen Gesellschaft könne der arbeitende Mensch nicht mehr über das Produkt seiner Arbeit verfügen: er wird vom "Arbeitgeber" abhängig, fühlt sich seiner Freiheit beraubt und unterdrückt. Für Marx entlädt sich diese Spannung in der sozial(istisch)en Revolution. Gerade in Krisenzeiten dürfte unsere Gesellschaft wieder verstärkt diese Spannung verspüren.

Abendkasse: 12 €; Kurkarte und DTG-Mitglieder:10 €; Schüler / Studierende 6 €.
Corona-Hygiene-Regeln müssen beachtet werden.

Freitag, 16. Oktober 2020, 20.15 h

Badenweiler

„Muße – voll zugemessen. Ein Leitmotiv für Körper, Seele und internationale Kultur“

Ein Forschungsprojekt, u.a. über die Philosophie der Kurorte.
Bildvortrag mit Dr. Regine Nohejl (Slavisches Seminar Univ. Freiburg), DTG-Vorstand

Ein DFG-Sonderforschungsbereich zu einem vergessenen Gefühl, seinem historischen Hintergrund und seinem Potenzial in der Arbeitsgesellschaft von heute.

Sonntag, 1. November 2020 - - - abgesagt - - -

 

Wegen den aktuellen Corona-Entwicklungen ist der Vortrag vertagt worden und findet am 1.11.20 nicht statt!
Über einen späteren Termin wird an dieser Stelle informiert werden.

„Stephen Cranes Europa“

Bildvortrag von Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck (Englisches Seminar, Univ. Freiburg)

Crane war, u. a. als Kriegskorrespondent in Griechenland, ein präziser Beobachter kultureller und politischer Verhältnisse seiner Zeit. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er zumeist in England, das er allerdings wie die meisten Briten damals, nicht zu Europa zählte. Eine spannende und gerade heute aktuelle Spurensuche.

 

Mitteilung der Veranstalter:

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund des raschen und extremen Anstiegs der Corona-Infektionszahlen in den letzten Tagen sehen wir uns gezwungen, den für den 1. November, Allerheiligen, im Kurhaus Badenweiler vorgesehenen Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck über „Stephen Cranes Europabild“ absagen. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis.
Da dieser Vortrag als Vorbereitungsbeitrag zu den Veranstaltungen der Universität Freiburg und Badenweilers anlässlich von Cranes 150. Geburtstag im nächsten Jahr gedacht war, werden wir ihn nachholen, sobald ein Rückgang der Virus-Pandemie dies erlauben wird.

Heinz Setzer, Leiter des Literarischen Museums „Tschechow-Salon“ und des Internationalen Literaturforums Badenweiler (24.10.2020)

 

Noch ohne Termin:

Badenweiler

„Kämpferisch-literarische Stimmen Europas. Freundschaften in unruhigen Zeiten“

Zweisprachige (dt.-frz.) Ausstellung zum 150. Geburtstag der Badenweilerer Ehrenbürgerin Annette Kolb und zum 80. Todesjahr des Schriftstellers und Bürgers Badenweilers, René Schickele. Mit Erweiterung zu Elli Heuss-Knapp, Ehrenbürgerin Badenweilers.