Aktuelles Veranstaltungsprogramm

20. Internationales Literaturforum 2018

Vorläufiges Programm
des Literarischen Museums Badenweiler „Tschechow-Salon“
in Kooperation mit der Deutschen Tschechow-Gesellschaft
sowie russischen Institutionen
im 20. Internationalen Literaturforum Badenweiler 2018.

Sonntag, 13. Mai, Internationaler Museumstag, Matinee 11:15 Uhr

Kurhaus Badenweiler

Bildvortrag von Prof. em. Dr. Dieter Hoffmeier von der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin, über das Hoftheater „Die Meininger“ aus Thüringen, das 1890 eine große Europatournee durchführte und auch in Moskau gastierte. K. Stanislawski erhielt dabei theoretische Anregungen für seine später als Theaterrevolution bewertete Regiepraxis am Moskauer Künstlertheater.

Sonntag, 13. Mai, 15:00 Uhr

Literaturmuseum am Tschechow-Platz

Deutsch- u. russischsprachige Führung, inkl. Tschechow-Denkmäler, anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Museums. Mit Heinz Setzer, Museumsleiter, Elisabeth Hartmann, DTG.
Eintritt frei


Da das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Moskau auf Tschechows-Sterbetag am 15. Juli fällt, verschieben sich mehrere Termine der Internationalen Tschechow-Woche nach hinten.

Jetzige Internationale Tschechow-Woche
von Sonntag, 15.7., bis Sonntag, 22.7.2018.

Sonntag, 15. Juli (Tschechows Sterbetag), Matinee ab 11:00 Uhr

Erzpriester Timofej aus Taganrog

Marienkapelle Badenweiler oder Atrium im Kurhaus: „Tschechow und die Religion“

Vortrag von Erzpriester Prof. Timofej Fetissow, Taganrog, Rektor des Geistlichen Seminars des Dongebiets, Mitglied des Rates für Innenpolitik und Information beim Präsidenten der Russischen Föderation im Südlichen Verwaltungsgebiet, Mitglied des Rates der Russischen Nationalen Kirche. In der im byzantinischen Stil errichteten katholischen Marienkapelle wurde Anton Tschechow nach seinem Tod 1904 aufgebahrt.

Sonntag, 15. Juli (Tschechows Sterbetag), 14:00 Uhr

Treffen am Literaturmuseum

Öffentliche russischsprachige Führung mit dem Vorstandsmitglied der Deutschen Tschechow-Gesellschaft Elisabeth Hartmann zu den Tschechow-Gedenkstätten in Badenweiler.

Montag, 16. Juli, und Dienstag, 17. Juli

– Keine Veranstaltungen –

Mittwoch, 18. Juli, 20:15 Uhr

Christian Sutter (Foto Benno Hunziker)
(Foto: Benno Hunziker)

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus

Lesung: „Der Roman mit dem Kontrabass“, nach der gleichnamigen Erzählung von A. Tschechow mit Christian Sutter am Kontrabass. Ein humorvoller literarisch-musikalischer Leckerbissen für alle Kontrabass- und Geschichten-Liebhaberinnen und Liebhaber. Sutter war lange Jahre Erster Kontrabassist in der Schweizer Philharmonie der Stadt Basel und verbindet harmonisch die Lesung der Tschechow-Humoreske mit Musik.

Donnerstag, 19. Juli, 17:00 Uhr

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus

Hauptversammlung der Deutschen Tschechow-Gesellschaft e. V. mit Neuwahl von Vorstand und Kuratorium.

Donnerstag, 19. Juli, 20:15 Uhr

Stanislawski im Kreis der Familie Schwoerer im Garten 1930

Bildvortrag mit Ada Beljajewa (Moskau): Konstantin Stanislawski, Dr. Alexander Schiwago und Dr. Josef Schwoerer, neue Erkenntnisse deutsch-russischer Familienkontakte.

Vortrag auf Deutsch. Beljajewa ist wiss. Mitarbeiterin am Staatlichen Puschkin-Museum für Bildende Künste in Moskau und hat vor einigen Jahren den fotografischen Nachlass von Dr. med. Alexander Schiwago aufgefunden und erschließt ihn wissenschaftlich. A. Schiwago war der Bruder von Elisabeth, der Gattin des Großherzoglich-badischen Badearztes, Hofrat Dr. Josef Schwoerer in Badenweiler, der A.Tschechow behandelt hatte. Schwoerer wurde auch der Arzt K. Stanislawskis von 1928-1932. A. Schiwago hatte mehrmals die Verwandtschaft in Badenweiler besucht und dabei die einzigen bekannten Stereofotografien von Badenweiler und der Familie Schwoerer gemacht. Stereofotografie galt damals als das modernste Bildmedium. Zudem werden erstmals in der Öffentlichkeit Fotos und Erinnerungsstücke aus dem Besitz der Familien Schiwago-Schwoerer (Moskau, Badenweiler, Mainz) und Dunajew-Fjodorov (Moskau) gezeigt. Hierdurch entsteht ein bislang unbekanntes zivilgesellschaftliches Russlandbild.

Freitag, 20. Juli, 18:00 Uhr

René-Schickele-Saal des Kurhauses

Eröffnung der Ausstellung:
„Ein neues Theater braucht das Land“
Der Theaterreformer und Regisseur des Moskauer Künstlertheaters, Konstantin Stanislawski,
der Moskauer Arzt Alexander Schiwago
und der Großherzoglich-badische Kurarzt Hofrat Josef Schwoerer.
Ein neues Kapitel der kulturellen Wechselbeziehungen Badens und Badenweilers
mit Russland im 20. Jahrhundert.
Anlässlich des 80. Todesjahres von Konstantin Stanislawski


Vorläufiges Programm des Eröffnungsabends

Grußworte:
Begrüßung: Kаrl-Eugen Engler, Bürgermeister des Heilbads Badenweiler

Ehrengäste:

  • Prof. em. Dr. R.-D. Kluge, Vorsitzender der DTG, Lehrstuhl für Slavische Literaturen, Univ. Tübingen
  • Prof. Dr. Wladimir Katajew, Vorsitzender der Tschechow-Kommission der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau
  • Prof. Dr. Wladimir Bagno, Direktor des Puschkin-Hauses der Russischen Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg
  • Prof. Dr. Dmitri Bak, Direktor des Staatlichen Zentralen Literaturmuseums der RF, Moskau
  • Dr. h. c. Gernot Erler, Staatsminister a.D. und Russlandbeauftragter der Deutschen Bundesregierung
  • Prof. Dr. Klaus Mangold, Honorarkonsul der RF in Baden-Württemberg, Stuttgart
  • Alexander Bulay, Generalkonsul der Russischen Föderation, Frankfurt
  • Sergej Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation, Berlin
Katia Nemirovitch-Dantchenko
Katia Nemirovich-Dantchenko

Musikalische Begleitung des Abends:
Konzertpianistin und Musikwissenschaftlerin Katia Nemirovich-Dantchenko (Toulouse), Großenkelin des Begründers des Moskauer Künstlertheaters, Wladimir Nemirovich-Dantchenko, mit Kompositionen von Chopin, Rachmaninow, Schostakowitsch,
sowie vierhändiges Spiel durch Wassili Michajlowitsch Nemirowitsch-Dantschenko, des musikalischen Leiters des Moskauer Künstlertheaters und seiner Gattin, der Pianistin Anschelika Juljewa Nemirowitsch-Dantschenko.

Kurze szenische Darbietung:
Staatliches Akademisches Obraszow-Puppentheater Moskau unter Leitung von Irina Kortschewnikowa:  Theaterszene zu Tschechow und Stanislawski 

Heinz Setzer (Museumsleiter und  Kurator der Ausstellung):
Kurze Aperçus zur Ausstellung

Stehempfang im Kurhausfoyer

Samstag, 21. Juli, 14:00 Uhr

Deutsch- und russischsprachige Führung durch die Stanislawski-Sonderausstellung, anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Literaturmuseums mit Heinz Setzer, Museumsleiter, Elisabeth Hartmann, DTG. Eintritt frei.

Samstag, 21. Juli, 20:15 Uhr

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus
Podiumsdiskussion Stanislawski und das zeitgenössische Theater
mit Vertretern aus Theater und Theaterwissenschaft zu Tschechow im zeitgenössischen Theater und die Bedeutung Stanislawskis. Angefragt: Aufführung „Drei Schwestern“, Staatstheater Karlsruhe, Schauspieldirektor und Stv. Intendant Jan Linders, Regisseur des Stuttgart Staatstheater, Robert Borgmann, Inszenierung „Kirschgarten“, Regisseur des „Kirschgartens“ am Theater Freiburg, der Iraner Amir Reza Koohestani und Chefdramaturg Rüdiger Bering

Sonntag, 22. Juli, 20:15 Uhr

"Der Heiratsantrag"

Freilichttheater im Burggraben, bei schlechtem Wetter im Kurhaus
Gastspiel des Niederrheintheaters (Brüggen):
Der humoristische Einakter „Der Bär“, mit dessen Aufführung 1908 das erste Tschechow-Denkmal eingeweiht wurde, sowie die inszenierte Kurzgeschichte „Das geplatzte Geschäft“.

Die Regisseurin Verena Bill hat sich intensiv mit Stanislavskis System beschäftig. Als künstlerisches Credo formulierte sie: „Die Arbeit mit Als-ob-Situationen, Schulung der Phantasie, Kreise der Aufmerksamkeit, emotionales Gedächtnis, Wahrheitsgefühl und Glaube bilden die Grundlagen meiner künstlerischen Arbeit mit Schauspielern und Schauspielerschülern.“


Zweite Septemberwoche um den 12.9.18 zum Gründungstag der Stadt Taganrog

Delegationsreise der DTG nach Taganrog, der Kulturpartnerstadt Badenweilers

Samstag, 20. Oktober, 20:15 Uhr

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus

Prof. Dr. Rolf-Dieter Kluge, Vorsitzender der DTG: „Iwan Turgenjew – Sternstunde der westeuropäischen Kultur in Russland“. Vortrag anlässlich des 200. Geburtstags des russ. Erzählers und Romanciers Turgenjew. DTG und Literaturmuseum „Tschechow-Salon“ in Zusammenarbeit mit der Turgenev-Gesellschaft Deutschland in Baden-Baden

Sonntag, 4. November, 17:00 Uhr

Annette Kolb-Saal, Kurhaus

Vortrag zu amerikanischem Thema im Rahmen des alle zwei Jahre vergebenen Stephen Crane-Forschungspreises der Univ. Freiburg und des Heilbads Badenweiler. In den Zwischenjahren Vorträge.


Gefördert von:

  • Baden-Württemberg Stiftung, Stuttgart
  • Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG), Berlin
  • Honorarkonsulat der Russischen Föderation in Baden-Württemberg
  • Stiftung West-östliche Begegnungen, Berlin
  • Baden-württembergische Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten (ALIM), Marbach
  • Heilbad Badenweiler