Aktuelles Veranstaltungsprogramm

20. Internationales Literaturforum 2018

Vorläufiges Programm
des Literarischen Museums Badenweiler „Tschechow-Salon“
in Kooperation mit der Deutschen Tschechow-Gesellschaft
sowie russischen Institutionen
im 20. Internationalen Literaturforum Badenweiler 2018.


Sonntag, 28. Oktober, 11:15 Uhr Matinee

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus

Prof. Dr. Rolf-Dieter Kluge, Univ. Tübingen und Warschau, Vorsitzender der DTG:
„Iwan Turgenjew – Werk und Vermächtnis“. Zum 200. Geburtstag des Autors des Romans "Väter und Söhne", dessen Werke einst Bestseller waren und der deutsche und russische Kultur einander nähergebracht hat.
(Veranstalter: DTG und Literaturmuseum „Tschechow-Salon“ in Zusammenarbeit mit der Turgenev-Gesellschaft Deutschland in Baden-Baden)
Eintritt 10 €, DTG-Mitglieder und Kurkarte 8 €, Schüler / Studierende 5 €

Donnerstag, 1. November, 17:00 Uhr

Annette Kolb-Saal, Kurhaus

Prof. Wolfgang Hochbruck (Englisches Seminar Univ. Freiburg):
„Stephen Crane und das Theater“ 

Vortrag im Rahmen des alle zwei Jahre vergebenen Stephen Crane-Forschungspreises der Univ. Freiburg und des Heilbads Badenweiler.

Crane hat in seinem kurzen Leben eine erstaunliche Bandbreite von Prosawerken und einige bemerkenswerte Gedichte geschrieben, aber es gibt von ihm kein einziges Theaterstück für das kommerzielle Theater. Wie sich Crane dennoch mit dem Theater auseinandergesetzt hat, und welche weitgehend unbekannte Fragmente und Texte über das Theater es von ihm zu entdecken gibt, beleuchtet der Vortrag von Prof. Hochbruck, der 2007 den Forschungspreis initiierte.

Musikalische Einstimmung: Ensemble „Prima la Musica“  –  Eintritt frei

11. bis 17. November

Deutsche Tage in Taganrog, Badenweilers Kulturpartnerstadt

Die Hochschulen, Museen und weiteren Kulturinstitutionen der Heimatstadt Anton Tschechows, Taganrog, seit 2002 Kulturpartnerstadt Badenweilers, führen vom 11. bis 17. November unter dem Titel „Mit Deutsch kannst du mehr!“ die „Deutschen Tage in Taganrog“ durch. Diese Kulturtage werden u.a. von der Deutschen Botschaft in Moskau und dem Goethe-Institut in Rostow-am-Don mitgetragen.

Geburtshaus Tschechows in Taganrog (Foto: Stadt Taganrog)

Der Leiter des Literarischen Museums Badenweiler „Tschechow-Salon“ und Stv. Vorsitzende der Deutschen Tschechow-Gesellschaft (DTG), Heinz Setzer, sowie das DTG-Vorstandsmitglied Rolf Siegismund werden daran teilnehmen. Setzer wird dabei einen russischsprachigen Bildvortrag zum Thema „Badenweiler – ein russisches Nest?“ halten, das die Kontakte des Kurorts mit Russland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorstellt.

 

Angefügt ist das Veranstaltungsprogramm in Deutsch und Russisch.

Mittwoch, 21. November, 20.15 Uhr

Annette Kolb-Saal, Kurhaus

Lesung mit dem Moskauer Schriftsteller und Lyriker Wjatscheslaw Kuprijanow
aus dessen neuestem Lyrikband „Ein Denkmal für den unbekannten Feigling“

Wjatscheslaw Kuprijanow, geb. 1939 in Novosibirsk, lebt nach dem Studium der Sprachwissenschaft mit als Lyriker, Romancier und Übersetzer in Moskau. Dabei publiziert er auf Russisch wie auf Deutsch. Er ist Mitglied des Russischen (1976) und des Serbischen (1999) Schriftstellerverbandes sowie des russischen und internationalen PEN. Vielfach hat er aus dem Deutschen übersetzt – von Hölderlin bis Nietzsche und Günter Grass, seine Verse wurden in mehr als 50 Sprachen nachgedichtet. Seine letzten Publikationen sind in diesem Jahr in Indien (auf Hindi) und in Japan erschienen. Sein neuer zweisprachiger deutsch-russischer Lyrikband wurde bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

Seit vielen Jahren ist Kuprijanow immer wieder Vortragsgast im Internationalen Literaturforum Badenweiler, hier las er 2002 bereits aus seinem satirischen Roman „Der Schuh des Empedokles“ sowie in den letzten zehn Jahren aus den Romanen „Der Bär tanzt“ und „Ihre Thierische Majestät“ sowie aus dem Lyrikband „Verboten“. Seine Werke erlauben einen tiefen Einblick ins russische Leben von Bonzen und Alltagsmenschen. Vor allem aber treibt ihn das schwierige Verhältnis des russischen Menschen zwischen West und Ost um, ist er doch selbst ein Wanderer zwischen beiden Welten. Seine letzte Lyriklesung vor vier Jahren unter dem Titel „Wilder Westen“ gab in kritischer Zeit – die Krim war gerade okkupiert und der Ukrainekrieg in vollem Gange – einen faszinierenden Beweis.

Das „Denkmal für den unbekannten Feigling“ sollte ähnliche Erlebnisse versprechen, denn Kuprijanow schafft Sprachbilder, Gedankenblitze und zeigt Szenen, die zwischen entlarvender Erfahrung, ästhetischer Verblüffung und individuellem Lebenswillen, changieren, aber auch transnationale und spirituelle Töne anschlagen kann. Seine Lesung ist eine Chance, Russland auf Deutsch und Russisch in originärem Erfahrungston zu erleben. Und natürlich ist Kuprijanow bereit, über die aktuelle gesellschaftliche Befindlichkeit in Russland zu berichten und zu diskutieren.

Eintritt: 10 €, DTG-Mitglieder und Kurkarte 8 €, Schüler / Studierende 5 €

Siehe auch Pressemeldungen


Gefördert von:

  • Baden-Württemberg Stiftung, Stuttgart
  • Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG), Berlin
  • Honorarkonsulat der Russischen Föderation in Baden-Württemberg
  • Stiftung West-östliche Begegnungen, Berlin
  • Baden-württembergische Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten (ALIM), Marbach
  • Heilbad Badenweiler