21. Internationales Literaturforum 2019

Samstag, 16. Februar 2019, ab 18 Uhr

Jardin-Café im Kurhaus

Tschechow-Soirée des Literarischen Museums „Tschechow-Salon“ und der Deutschen Tschechow-Gesellschaft:

»Gedichte und Geschichten über die Liebe aus Russland«

Ein Reigen von Liebesgeschichten und -gedichten von Alexander Puschkin, Anton Tschechow, Scholem Alejchem, Anna Achmatowa und Alexander Solschenizyn. Im Wechsel begleitet mit Liedern.
Vorgetragen von der Sopranistin Dorothea Rieger, am Flügel Anna-Vassiliki Panagopoulos

Eintritt frei, Spenden erbeten.
Russisch inspirierte Küche und Getränke von „Grill-on-Fire“ (auf eigene Kosten)

20. Internationales Literaturforum 2018

20. Internationales Literaturforum 2018

Sonntag, 15. Juli (Tschechows Sterbetag), 14:00 Uhr

Treffen am Literaturmuseum findet statt

Öffentliche russischsprachige Führung mit dem Vorstandsmitglied der Deutschen Tschechow-Gesellschaft Elisabeth Hartmann zu den Tschechow-Gedenkstätten in Badenweiler.

Mittwoch, 18. Juli, 20:15 Uhr

Christian Sutter (Foto Benno Hunziker)
(Foto: Benno Hunziker)

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus

Lesung: „Der Roman mit dem Kontrabass“, nach der gleichnamigen Erzählung von A. Tschechow mit Christian Sutter am Kontrabass. Ein humorvoller literarisch-musikalischer Leckerbissen für alle Kontrabass- und Geschichten-Liebhaberinnen und Liebhaber. Sutter war lange Jahre Erster Kontrabassist in der Schweizer Philharmonie der Stadt Basel und verbindet harmonisch die Lesung der Tschechow-Humoreske mit Musik.

Donnerstag, 19. Juli, 17:00 Uhr

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus

Hauptversammlung der Deutschen Tschechow-Gesellschaft e. V. mit Neuwahl von Vorstand und Kuratorium.

Donnerstag, 19. Juli, 20:15 Uhr

Stanislawski im Kreis der Familie Schwoerer im Garten 1930

Bildvortrag mit Ada Beljajewa (Moskau): Konstantin Stanislawski, Dr. Alexander Schiwago und Dr. Josef Schwoerer, neue Erkenntnisse deutsch-russischer Familienkontakte.

Vortrag auf Deutsch. Beljajewa ist wiss. Mitarbeiterin am Staatlichen Puschkin-Museum für Bildende Künste in Moskau und hat vor einigen Jahren den fotografischen Nachlass von Dr. med. Alexander Schiwago aufgefunden und erschließt ihn wissenschaftlich. A. Schiwago war der Bruder von Elisabeth, der Gattin des Großherzoglich-badischen Badearztes, Hofrat Dr. Josef Schwoerer in Badenweiler, der A.Tschechow behandelt hatte. Schwoerer wurde auch der Arzt K. Stanislawskis von 1928-1932. A. Schiwago hatte mehrmals die Verwandtschaft in Badenweiler besucht und dabei die einzigen bekannten Stereofotografien von Badenweiler und der Familie Schwoerer gemacht. Stereofotografie galt damals als das modernste Bildmedium. Zudem werden erstmals in der Öffentlichkeit Fotos und Erinnerungsstücke aus dem Besitz der Familien Schiwago-Schwoerer (Moskau, Badenweiler, Mainz) und Dunajew-Fjodorov (Moskau) gezeigt. Hierdurch entsteht ein bislang unbekanntes zivilgesellschaftliches Russlandbild.

Freitag, 20. Juli, 18:00 Uhr

René-Schickele-Saal des Kurhauses

Eröffnung der Ausstellung:
„Ein neues Theater braucht das Land“
Der Theaterreformer und Regisseur des Moskauer Künstlertheaters, Konstantin Stanislawski,
der Moskauer Arzt Alexander Schiwago
und der Großherzoglich-badische Kurarzt Hofrat Josef Schwoerer.
Ein neues Kapitel der kulturellen Wechselbeziehungen Badens und Badenweilers
mit Russland im 20. Jahrhundert.
Anlässlich des 80. Todesjahres von Konstantin Stanislawski


Vorläufiges Programm des Eröffnungsabends

Grußworte:
Begrüßung: Kаrl-Eugen Engler, Bürgermeister des Heilbads Badenweiler

Ehrengäste:

  • Prof. em. Dr. R.-D. Kluge, Vorsitzender der DTG, Lehrstuhl für Slavische Literaturen, Univ. Tübingen
  • Prof. Dr. Wladimir Katajew, Vorsitzender der Tschechow-Kommission der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau
  • Prof. Dr. Dmitri Bak, Direktor des Staatlichen Zentralen Literaturmuseums der RF, Moskau
  • Dr. h. c. Gernot Erler, Staatsminister a.D. und Russlandbeauftragter der Deutschen Bundesregierung
  • Prof. Dr. Klaus Mangold, Honorarkonsul der RF in Baden-Württemberg, Stuttgart
  • Alexander Bulay, Generalkonsul der Russischen Föderation, Frankfurt
  • Sergej Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation, Berlin
Katia Nemirovitch-Dantchenko
Katia Nemirovich-Dantchenko

Musikalische Begleitung des Abends:
Konzertpianistin und Musikwissenschaftlerin Katia Nemirovich-Dantchenko (Toulouse), Großenkelin des Begründers des Moskauer Künstlertheaters, Wladimir Nemirovich-Dantchenko, mit Kompositionen von Chopin, Rachmaninow, Schostakowitsch,
sowie vierhändiges Spiel durch Wassili Michajlowitsch Nemirowitsch-Dantschenko, des musikalischen Leiters des Moskauer Künstlertheaters und seiner Gattin, der Pianistin Anschelika Juljewa Nemirowitsch-Dantschenko.

Kurze szenische Darbietung:
Staatliches Akademisches Obraszow-Puppentheater Moskau unter Leitung von Irina Kortschewnikowa:  Theaterszene zu Tschechow und Stanislawski 

Heinz Setzer (Museumsleiter und  Kurator der Ausstellung):
Kurze Aperçus zur Ausstellung

Stehempfang im Kurhausfoyer

Samstag, 21. Juli, 14:00 Uhr

Deutsch- und russischsprachige Führung durch die Stanislawski-Sonderausstellung, anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Literaturmuseums mit Heinz Setzer, Museumsleiter, Elisabeth Hartmann, DTG. Eintritt frei.

Samstag, 21. Juli, 20:15 Uhr

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus
Podiumsdiskussion Stanislawski und das zeitgenössische Theater
mit Vertretern aus Theater und Theaterwissenschaft zu Tschechow im zeitgenössischen Theater und die Bedeutung Stanislawskis. Angefragt: Aufführung „Drei Schwestern“, Staatstheater Karlsruhe, Schauspieldirektor und Stv. Intendant Jan Linders, Regisseur des Stuttgart Staatstheater, Robert Borgmann, Inszenierung „Kirschgarten“, Regisseur des „Kirschgartens“ am Theater Freiburg, der Iraner Amir Reza Koohestani und Chefdramaturg Rüdiger Bering

Sonntag, 22. Juli, 20:15 Uhr

"Der Bär"

Freilichttheater im Burggraben, bei schlechtem Wetter im Kurhaus
Gastspiel des Niederrheintheaters (Brüggen):
Der humoristische Einakter „Der Bär“, mit dessen Aufführung 1908 das erste Tschechow-Denkmal eingeweiht wurde, sowie die inszenierte Kurzgeschichte „Das geplatzte Geschäft“.

Die Regisseurin Verena Bill hat sich intensiv mit Stanislavskis System beschäftig. Als künstlerisches Credo formulierte sie: „Die Arbeit mit Als-ob-Situationen, Schulung der Phantasie, Kreise der Aufmerksamkeit, emotionales Gedächtnis, Wahrheitsgefühl und Glaube bilden die Grundlagen meiner künstlerischen Arbeit mit Schauspielern und Schauspielerschülern.“

Zweite Septemberwoche um den 12.9.18 zum Gründungstag der Stadt Taganrog

Delegationsreise der DTG nach Taganrog, der Kulturpartnerstadt Badenweilers

Sonntag, 28. Oktober, 11:15 Uhr Matinee

Annette-Kolb-Saal, Kurhaus

Prof. Dr. Rolf-Dieter Kluge, Univ. Tübingen und Warschau, Vorsitzender der DTG:
„Iwan Turgenjew – Werk und Vermächtnis“. Zum 200. Geburtstag des Autors des Romans "Väter und Söhne", dessen Werke einst Bestseller waren und der deutsche und russische Kultur einander nähergebracht hat.
(Veranstalter: DTG und Literaturmuseum „Tschechow-Salon“ in Zusammenarbeit mit der Turgenev-Gesellschaft Deutschland in Baden-Baden)
Eintritt 10 €, DTG-Mitglieder und Kurkarte 8 €, Schüler / Studierende 5 €

Donnerstag, 1. November, 17:00 Uhr

Annette Kolb-Saal, Kurhaus

Prof. Wolfgang Hochbruck (Englisches Seminar Univ. Freiburg):
„Stephen Crane und das Theater“ 

Vortrag im Rahmen des alle zwei Jahre vergebenen Stephen Crane-Forschungspreises der Univ. Freiburg und des Heilbads Badenweiler.

Crane hat in seinem kurzen Leben eine erstaunliche Bandbreite von Prosawerken und einige bemerkenswerte Gedichte geschrieben, aber es gibt von ihm kein einziges Theaterstück für das kommerzielle Theater. Wie sich Crane dennoch mit dem Theater auseinandergesetzt hat, und welche weitgehend unbekannte Fragmente und Texte über das Theater es von ihm zu entdecken gibt, beleuchtet der Vortrag von Prof. Hochbruck, der 2007 den Forschungspreis initiierte.

Musikalische Einstimmung: Ensemble „Prima la Musica“  –  Eintritt frei

11. bis 17. November

Deutsche Tage in Taganrog, Badenweilers Kulturpartnerstadt

Die Hochschulen, Museen und weiteren Kulturinstitutionen der Heimatstadt Anton Tschechows, Taganrog, seit 2002 Kulturpartnerstadt Badenweilers, führen vom 11. bis 17. November unter dem Titel „Mit Deutsch kannst du mehr!“ die „Deutschen Tage in Taganrog“ durch. Diese Kulturtage werden u.a. von der Deutschen Botschaft in Moskau und dem Goethe-Institut in Rostow-am-Don mitgetragen.

Geburtshaus Tschechows in Taganrog (Foto: Stadt Taganrog)

Der Leiter des Literarischen Museums Badenweiler „Tschechow-Salon“ und Stv. Vorsitzende der Deutschen Tschechow-Gesellschaft (DTG), Heinz Setzer, sowie das DTG-Vorstandsmitglied Rolf Siegismund werden daran teilnehmen. Setzer wird dabei einen russischsprachigen Bildvortrag zum Thema „Badenweiler – ein russisches Nest?“ halten, das die Kontakte des Kurorts mit Russland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorstellt.

 

Angefügt ist das Veranstaltungsprogramm in Deutsch und Russisch.

Mittwoch, 21. November, 20.15 Uhr

Annette Kolb-Saal, Kurhaus

Lesung mit dem Moskauer Schriftsteller und Lyriker Wjatscheslaw Kuprijanow
aus dessen neuestem Lyrikband „Ein Denkmal für den unbekannten Feigling“

Wjatscheslaw Kuprijanow, geb. 1939 in Novosibirsk, lebt nach dem Studium der Sprachwissenschaft mit als Lyriker, Romancier und Übersetzer in Moskau. Dabei publiziert er auf Russisch wie auf Deutsch. Er ist Mitglied des Russischen (1976) und des Serbischen (1999) Schriftstellerverbandes sowie des russischen und internationalen PEN. Vielfach hat er aus dem Deutschen übersetzt – von Hölderlin bis Nietzsche und Günter Grass, seine Verse wurden in mehr als 50 Sprachen nachgedichtet. Seine letzten Publikationen sind in diesem Jahr in Indien (auf Hindi) und in Japan erschienen. Sein neuer zweisprachiger deutsch-russischer Lyrikband wurde bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

Seit vielen Jahren ist Kuprijanow immer wieder Vortragsgast im Internationalen Literaturforum Badenweiler, hier las er 2002 bereits aus seinem satirischen Roman „Der Schuh des Empedokles“ sowie in den letzten zehn Jahren aus den Romanen „Der Bär tanzt“ und „Ihre Thierische Majestät“ sowie aus dem Lyrikband „Verboten“. Seine Werke erlauben einen tiefen Einblick ins russische Leben von Bonzen und Alltagsmenschen. Vor allem aber treibt ihn das schwierige Verhältnis des russischen Menschen zwischen West und Ost um, ist er doch selbst ein Wanderer zwischen beiden Welten. Seine letzte Lyriklesung vor vier Jahren unter dem Titel „Wilder Westen“ gab in kritischer Zeit – die Krim war gerade okkupiert und der Ukrainekrieg in vollem Gange – einen faszinierenden Beweis.

Das „Denkmal für den unbekannten Feigling“ sollte ähnliche Erlebnisse versprechen, denn Kuprijanow schafft Sprachbilder, Gedankenblitze und zeigt Szenen, die zwischen entlarvender Erfahrung, ästhetischer Verblüffung und individuellem Lebenswillen, changieren, aber auch transnationale und spirituelle Töne anschlagen kann. Seine Lesung ist eine Chance, Russland auf Deutsch und Russisch in originärem Erfahrungston zu erleben. Und natürlich ist Kuprijanow bereit, über die aktuelle gesellschaftliche Befindlichkeit in Russland zu berichten und zu diskutieren.

Eintritt: 10 €, DTG-Mitglieder und Kurkarte 8 €, Schüler / Studierende 5 €

Siehe auch Pressemeldungen

19. Internationales Literaturforum 2017
Blick auf Burg und Rheintal
Blick auf Burg und Rheintal
Sonntag, 21. Mai 2017, 11.15 Uhr, Internationaler Museumstag, Annette Kolb-Saal im Kurhaus
Badenweiler – „Arkadien mit Gralsburg“ am Oberrhein.
400 Jahre Badenweiler-Panoramen als Kunst und Gästewerbung. Bildvortrag von Heinz Setzer, Leiter literar. Museum.

Ein wahrer Bilderschatz des Archivs sind die Stiche und Lithografien, die Badenweiler europaweit bekannt machten. Insbesondere das 19. Jahrhundert prägte das Bild eines hochromantischen Ortes deutscher Geschichte und Natur, bei dem meist Realität und Idealwelt zusammenflossen. Schwarzwald, Rhein und Vogesen wurden häufig zu Gelenkstellen Europas. Eintritt frei

Samstag, 8. Juli 2017, 11 - 23 Uhr, Kurhaus
Bürgerfest zum Partnerschaftsjubiläum Badenweiler-Vittel in Badenweiler. Anlässlich der 60-jährigen Jumelage mit Festakt im Kurhaus, Platzkonzert der Trachtenkapelle Badenweiler, Rock am Abend und Feuerwerk. Grußworte: Jean-Jacques Gaultier, Bürgermeister Vittels; Guido Wolf, MdL, Europaminister des Landes Baden-Württemberg. Eintritt frei

Katia Nemirovitch-Dantchenko
Katia Nemirovitch-Dantchenko

20.15 Uhr
„Literatur und Musik im Silbernen Zeitalter Russlands“
Deutschsprachiges Vortragskonzert mit der Konzertpianistin Katia Nemirovitch-Dantchenko (Saint Jean bei Toulouse/Frankreich).
Die international bekannte Pianistin ist die Großenkelin des Schriftstellers und Regisseurs Wladimir Nemirowitsch-Dantschenko, der zusammen mit K. Stanislawski das Moskauer Künstlertheater begründete. Sie lädt ein zu einer Promenade durch die russische Kultur nach 1900, in der St. Petersburg und Moskau im Umbruch zur Moderne standen. Nach Studium am Tschajkowski-Konservatorium in Moskau folgten Paris und Deutschland. Sie konzertierte u.a. in Mainz, Berlin, Hamburg, Dresden und Leipzig, ist Mitglied renommierter Orchester, lehrt Kulturgeschichte und wurde mehrfach ausgezeichnet.
Eintritt: 16 €, Kurkarte und DTG 13 € , 6 € Schüler / Studierende

Donnerstag, 13. Juli 2017, 17.00 Uhr, Annette-Kolb-Saal des Kurhauses Badenweiler
9. Jahreshauptversammlung der Deutschen Tschechow-Gesellschaft e.V. (DTG). U.a. werden die Projekte für das Jahr 2018 vorgestellt, welches besonders durch das Konstantin Stanislawski-Jubiläum (80. Todesjahr), Badenweilers renommierten Kurgast, geprägt sein wird. Gäste willkommen, Eintritt frei

Freitag, 14. Juli 2017, 20.00 Uhr, Annette-Kolb-Saal des Kurhauses
„Die Schaukel“, Filmabend mit der Verfilmung (1983) des gleichnamigen Romans, anlässlich des 50. Todesjahres der Badenweilerer Ehrenbürgerin Annette Kolb. Dieser heitere autobiografische Roman war 1933 in Badenweiler, kurz vor Kolbs Flucht ins französische Exil entstanden. Regisseur Percy Adlon zeigt das Leben der Familie des königlich-bayrischen Gartenarchitekten Lautenschlag, - ein Pseudonym für die Familie Kolb. Man ist eine „feine Adresse“, lädt zu Festen und Konzerten, steht aber dabei stets kurz vor der Pleite. Roman und Film gelten als eine Parabel auf Bayern, das als „das heiterste“, aber auch das „ahnungsloseste aller Länder“ erscheint, als Deutschland auf den Ersten Weltkriegs zusteuert. Marianne Sägebrecht in der Rolle des frechen Salonschrecks „Mathias“ Lautenschlag, Annette Kolbs Film-Ego. Einführung: Heinz Setzer. Eintritt: 9 €, Kurkarte und DTG: 8 €, Schüler / Studierende 6 €

Samstag, 15. Juli 2017, Tschechows Sterbetag
15.00 Uhr, Besichtigung der „Tschechow-Palme“ mit Führung und kleinem Umtrunk in der Kurgärtnerei. Mit Kurgärtner Harald Schwanz und Museumsleiter Heinz Setzer. Kurgärtnerei, Zugang gerade durch den Schlosspark.
Der Ableger ist ein Geschenk des Tschechow-Museums in Jalta/Krim, dem letztem Wohnort des Schriftstellers und heutigem „Staatlichen Tschechow-Haus-Museums“, von der einzig erhaltenen, von Tschechow vor rund 110 Jahren eigenhändig gepflanzten Palme. Die „Tschechow-Rose“ aus Jalta hat leider nicht angewurzelt. Gäste willkommen

Kabarett Lori, Berlin
Kabarett Lori, Berlin

20.15 Uhr, René-Schickele-Theatersaal im Kurhaus Badenweiler
„Wieso hast du denn einen Frack an?“. Premiere der Slapstick-Oper des Berliner russischen Musiktheaters „Kabarett Lori“.
Atemberaubende und sehr freie Opern-Inszenierung mit live-Musik von Sergej Nikitin und Dimitri Sucharew nach dem humoristischen Einakter Tschechows „Die Hochzeit“. Schon zu Tschechows Zeit begeisterte diese aberwitzige Komödie über zwei Heiratswillige, die erst nach absurden Streitigkeiten zusammenkommen, das Publikum. (Künstl. Leitung: Elena Klyuchareva, musik. Leitung: Alexander Gutman, Dir.: Hans-Jürgen Lori). Mit seiner russischen Originalfassung erhielt das Theater 2016 beim Internat. Tschechow-Festival in Jalta/Krim den ersten Preis.
Eintritt: [vorauss. 18 €, Kurkarte und DTG 15 €, Schüler/Studierende 8 €]
Entgegen früheren Ankündigungen wird in der russischen Originalsprache gesungen und gespielt, um die authentische Opernatmosphäre mit live-Musik zu wahren. Der deutsche Text wird, wie bei Opern mittlerweile üblich, im Lauftext projiziert.

Sonntag, 16. Juli 2017, 19.30 Uhr Annette-Kolb-Saal des Kurhauses Badenweiler
Prof. i. R. Prof. h. c. Dr. Rolf-Dieter Kluge (Univ. Tübingen u. Warschau, Ehrenprof. der Staatl. Lomonossow-Univ. Moskau, Vorsitzender der Dt. Tschechow-Gesellschaft)
Zum 80. Geburtstag: Überreichung eines Erinnerungs- und Anekdotenbuches mit Beiträgen von KollegInnen, Schülern und Freunden. Festvortrag des Jubilars:

Prof.Dr. Rolf-Dieter Kluge
Prof.Dr. Rolf-Dieter Kluge

„Martin Luther – dieser Luderer. Ljuter – ische ljut." Zar Iwan der Schreckliche über Luther und die Reformation. Zur Geschichte des Protestantismus in Russland mit einem Exkurs zu Fjodor Dostojewski.
Ein halbes Jahrhundert hat Prof. Kluge als Literatur- und Kulturwissenschaftler im Ost-, West- und Südslawischen Herausragendes geleistet und vor allem das Verständnis für die Kultur Russlands gefördert. Für Badenweiler wurde er zu einem Epochenbegriff. Grußworte: Karl-Eugen Engler, Bürgermeister; Dr. h.c. Gernot Erler, MdB, Staatsminister a.D., Russlandkoordinator der Bundesregierung, Präsident des Kuratoriums der Dt. Tschechow-Gesellschaft; Prof. Dr. Wladimir Katajew, (Staatl. Lomonossow-Univ. Moskau, Vorsitzender der Tschechow-Kommission der Russ. Akad. d. Wiss., Vizepräs. d. Kuratoriums d. Dt. Tschechow-Gesellschaft); Alexander Stankievich, Seniorkonsul der Russischen Föderation, Stv. Generalkonsul.
Moderation: Dr. Regine Nohejl, Slav. Sem. Univ. Freiburg und Heinz Setzer, Museumsleiter. Stehempfang im Foyer, Eintritt frei

Samstag, 16. September 2017
Näheres wird noch bekannt gegeben.
Zweite Bürgerbegegnungsfeier in Vittel anlässlich des 60-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums
Das Programm wird noch bekannt gegeben. Auskünfte im Sekretariat im Rathaus Tel. 07632-72-121.

©SWR Monika Maier

Dienstag, 19. September 2017, 20.15 Uhr  Annette-Kolb-Saal, Kurhaus
„Ich bin ein Apfelbaum, der Birnen trägt. – Zum Spätwerk Martin Walsers“
Vortrag von Prof. Dr. Hans-Georg Schmidt-Bergmann, Prof. am KIT Karlsruhe, Leiter d. Museums für Literatur am Oberrhein, Karlsruhe, Vorsitzender d. Literarischen Gesellschaft e.V.; Martin Walser zum 90. Geburtstag.
2013 las Martin Walser auf Einladung des Literaturforums in Badenweiler, seit zwei Jahren ist er „Neubürger“ im hiesigen Literaturmuseum. Schmidt-Bergmann, ein Kenner des Jubilars, gibt Einblick in dessen beeindruckendes Werk. Moderation: Heinz Setzer.
Eintritt: 12 €, Kurkarte und DTG 10 €, Schüler/Studierende 6 €

Prof. Kluge

Sonntag, 8. Oktober 2017, 17.00 Uhr, Annette-Kolb-Saal, Kurhaus
Auszeichnung von Prof. em. Prof. h.c. Dr. Rolf-Dieter Kluge als Ehrengast der Gemeinde 
Badenweiler 2017
Seit Ende der 1970-er Jahre hat Prof. Kluge die Kontakte des Heilbads nach Osteuropa in entscheidender Weise mitgeprägt, sein Wirken bildet eine herausragende Epoche der Tschechow-Forschung. Die von ihm geleiteten Kongresse in Badenweiler haben das Heilbad in den Blick der internationalen Wissenschaft gehoben.
Grußworte: Karl-Eugen Engler, Bürgermeister; Wladimir M. Grinin, Botschafter d. russ. Föderation, Berlin (angefragt); Generalkonsul Alexander M. Bulay, Frankfurt
(angefragt).
Laudatio: Prof. em. Dr. Horst-Jürgen Gerigk, (Slav. Sem. Univ. Heidelberg)
Dankesrede: Prof. Dr. R.-D. Kluge
Musikalische Begleitung: Dietmar Kluge, (Pianist, Musikwissenschaftler und Leiter der Musikakademie Dettenhausen)
Eintritt frei

Sonntag, 29. Oktober 2017, 17.00 Uhr, Annette-Kolb-Saal, Kurhaus
6. Verleihung des Stephen-Crane-Forschungspreises für nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Freiburg und der Gemeinde Badenweiler
Seit 2007 wird alle zwei Jahre der Forschungspreis als innovatives Pilotprojekt zwischen kommunaler Literaturpflege und universitärer Forschungsarbeit in Badenweiler verliehen (Initiator: Prof. Wolfgang Hochbruck). In der Findungsjury sind neben dem Englischen Seminar der Univ. Freiburg das Literar. Museum Badenweiler, das Dt.-amerik. Institut „Carl Schurz-Haus“ und die Stephen Crane-Society der USA vertreten. Neben dem eigentlichen Forschungspreis werden auch Anerkennungspreise („Nominee awards“) vergeben.
Programm:
Musikalischer Auftakt. Grußworte: Bürgermeister Karl-Eugen Engler, Museumsleiter Heinz Setzer. Laudatio: Prof. Dr. W. Hochbruck (Englisches Seminar Univ. Freiburg), Rede des Preisträgers. Stehempfang im Foyer
Eintritt frei

Samstag, 4. November 2017, 20.15 Uhr, Annette-Kolb-Saal, Kurhaus

Martin Graff

Martin Graff: „Mitten durchs Herz. Eine deutsch-französische Gardinenpredigt“
Der elsässische Historiker, Theologe, Kabarettist und schriftstellerische „Grenzvagabund“ aus Soultzeren/Vogesen fühlt deutsch-französischen Klischees so frech wie scharfsinnig auf den Zahn. Ein kritisches Abklopfen unserer badisch-elsässischen Gemeinsamkeiten mit der Überzeugung Victor Hugos und René Schickeles, dass der Rhein beide Länder nicht trennt, sondern aneinander bindet. Und das im 60. Jahr der „römischen Grundsteinlegung“ eines ins Schleudern geratenen Europas.
Eintritt: 12 €, Kurkarte und DTG 10 €, Schüler/Studierende 6 €

Sonntag, 19. November 2017, Matinee 11.15 Uhr, Annette-Kolb-Saal, Kurhaus
„Die Freiheit, die Freiheit – Tra-ta-ta“
100 Jahre russische Oktoberrevolution 1917 – 2017
Rezitation des berühmten Versepos‘ „Die Zwölf“
des symbolistischen Dichters Alexander Blok über die russische Revolution.
Gelesen von dem Schauspieler Martin Lunz; Einführung: Prof. Dr. Rolf-Dieter Kluge

Am 07. November 1917 ergriffen die russischen Kommunisten unter der Führung von Wladimir I. Lenin und Leo Trotzki nach der Erstürmung des Sitzes der Provisorischen Regierung im Winterpalais in Sankt Petersburg die Macht im Lande. Sie errichteten in den folgenden Jahren eine zentralistische Diktatur, die den größten Flächenstaat der Erde unter dem Namen „Sowjetunion“ zu einer Weltmacht machte mit dem Anspruch, ein neues gerechtes Gesellschaftssystem zu errichten und weltweit durchzusetzen. Davon ist nichts geblieben.
Die Menschen in Russland waren am Ende des Ersten Weltkriegs noch mehr als in den anderen kriegsführenden Staaten erschöpft, sie hungerten und wurden arbeitslos. Unter diesen hoffnungslosen Verhältnissen breitete sich eine allgemeine Katastrophenstimmung aus, die den Zusammenbruch der Zivilisation und bisher bestehenden Staatenordnung in einem "Weltenchaos" oder einer "Weltrevolution" befürchtete und zum Teil sogar erhoffte.
Alexander Blok hat in seinem Poem "Die Zwölf" diese Stimmung in bisweilen expressionistischen Eruptionen genial gestaltet, seine Dichtung hat weltliterarischen Rang.

Eintritt: 10 €, Kurkarte und DTG-Mitglieder 8 €, Schüler/Studierende 4 €.